Hans-Jakob Boesch
Hans-Jakob Boesch
12.09.2019

"Ich setze mich für unsere Arbeitsplätze ein."

Weshalb bist du die ideale Besetzung für einen zürcherischen freisinnigen Nationalratssitz?

Um die Herausforderungen der Schweiz zu meistern, brauchen wir liberale Lösungen. Genau das kann ich. Als Parteipräsident der FDP Kanton Zürich und als Zürcher Kantonsrat habe ich unter Beweis gestellt, dass ich klar liberal politisiere und gleichzeitig mehrheitsfähige Lösungen schaffe. Die Umsetzung der Steuervorlage 17 im Kanton Zürich, die ausgeglichenen Staatsbudgets oder das neue Umwelt- und Klimapositionspapier der FDP Schweiz sind Beispiele hierfür.

Was werden im Wahlkampf und als gewählter Nationalrat deine Kernthemen sein?

Ziel meiner Politik ist es, dass alle Bürgerinnen und Bürger möglichst viel Freiheit, Wohlstand und Lebensqualität geniessen können. Unsere Arbeitsplätze spielen hierbei eine zentrale Rolle. Deshalb setze ich mich für die Stärkung unseres Wirtschaftsstandorts ein, insbesondere durch ein exzellentes Bildungsangebot für alle, ein leistungsfähiges Verkehrsnetz, moderate Steuern und Abgaben und den Abbau übermässiger Regulierung.

Welche Rolle spielt dabei die im Frühjahr aufgeflammte Umweltdebatte?

Die Bewältigung des Klimawandels ist nebst der Stärkung des Wirtschaftsstandorts und der Reform der Altersvorsorge eine der grossen Herausforderungen der Schweiz. Ich will all diese Herausforderungen mit liberalen Lösungen anpacken. Insbesondere bei der – sprichwörtlich – aufgeheizten Klimadiskussion gilt es zu verhindern, dass jegliches Augenmass verlorengeht und noch mehr Verbote und planwirtschaftliche Instrumente eingeführt werden. Das würde die Freiheit, den Wohlstand und die Lebensqualität von uns allen gefährden. Stattdessen sollten wir den Klimawandel mit Eigenverantwortung, Innovation und Forschung sowie Lenkungsabgaben und Kostenwahrheit bekämpfen. Diese Massnahmen sind nicht nur ökologisch wirksam, sondern gleichzeitig auch ökonomisch tragbar und von der Bevölkerung akzeptiert.

Hand aufs Herz: An wie vielen Abenden wirst du während der heissen Phase der Kandidatur zuhause sein?

Es gibt Wochen, da werde ich jeden Abend und auch am Wochenende an einer Veranstaltung sein. Andere sind wieder etwas ruhiger. Aber das gehört zum Wahlkampf dazu. Dabei geht es nicht nur um meinen persönlichen Wahlkampf, sondern auch um denjenigen der Partei. Als Kantonalparteipräsident setze ich mich mit vollem Engagement dafür ein, dass wir auf den Wahltag hin möglichst gut mobilisieren.

Was kommt zu kurz?

Ein Bier mit Freunden, eine Wanderung am Wochenende oder ein gemütlicher Abend zu Hause – all das wird in den nächsten Wochen etwas zu kurz kommen. Umso mehr geniesse ich aber die freien Abende und ruhigen Momente. Und ich lass es mir auch nicht nehmen, ein paar Tage in die Herbstferien nach Italien zu verschwinden – das Handy als treuer Begleiter mit dabei…

 

(Interview geführt von Mélissa Dufournet, Vorstand FDP Zürich 3)