Hans-Jakob Boesch
Hans-Jakob Boesch
08.09.2020

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not…

… so lautet ein altes Sprichwort, welches den «Status quo», was unsere aktuelle wirtschaftliche Situation betrifft, treffender nicht beschreiben könnte. Nachhaltige Finanzpolitik ist seit jeher ein grosses Anliegen der FDP und genau diese entschlossene Haltung unserer Partei zahlt sich nun aus. Unsere politischen Gegner haben diese beharrliche Haltung zuweilen belächelt und immer wieder argumentiert, es seien ja genügend Geld und Arbeitsplätze vorhanden. Die Realität dieser Krise hat uns nun eines Besseren belehrt. Statt Überschüsse stehen nämlich nun Schulden auf dem Programm, Unternehmen kämpfen ums Überleben und Arbeitsplätze gehen verloren. Und genau darum ist es umso wichtiger, dass wir uns genau jetzt erst recht beherzt und zielführend für einen Top-Wirtschaftsstandort Zürich mit attraktiven Rahmenbedingungen einsetzen. Nur so können unter anderem auch die Arbeitssuchenden, welche in dieser Krise ihre Arbeit verloren haben, rasch wieder eine passende Stelle finden.

«Nachhaltige Finanzpolitik ist seit jeher ein grosses Anliegen der FDP und genau diese entschlossene Haltung unserer Partei zahlt sich nun aus.»

Dank unserer nachhaltigen Finanzpolitik konnte der Staat in den letzten Monaten sehr effizient Gelder sprechen und somit die Unternehmen meist unbürokratisch unterstützen, sodass viele Arbeitsplätze erhalten bleiben konnten. Nach den Lockerungen ist der wirtschaftliche und gesellschaftliche Alltag glücklicherweise grösstenteils zurückgekehrt. Es wird wieder konsumiert und die Unternehmen schöpfen neue Hoffnung. Auch der demokratische Alltag hat wieder an Fahrt aufgenommen. Mit Blick auf den 27. September steht uns ein abstimmungsreiches Wochenende mit insgesamt 5 nationalen und 2 kantonalen Vorlagen bevor. Bei einigen Gemeinden wird es weitere kommunale Vorlagen geben. Es ist nicht ganz einfach den Überblick zu behalten aber umso wichtiger, dennoch seine Stimme in die Urne zu legen. Unter anderem gilt es mit einem klaren NEIN die schädliche und nutzlose Kündigungsinitiative zu verhindern und mit einem überzeugten JA der Beschaffung neuer Kampfflugzeuge, welche die Sicherheit unserer Zukunft gewährleisten werden, grünes Licht zu geben. Mehr zu den Vorlagen vom 27. September lesen Sie in dieser Ausgabe.

Obwohl einige Themen wieder im Alltag angekommen sind, ist die Krise nicht vorbei und grosse Herausforderungen müssen zukünftig bewältigt werden. Im Vergleich zum Ausland hat sich unsere Wirtschaft sehr gut geschlagen und viele Arbeitsplätze konnten durch die rasche und unbürokratische Unterstützung vorübergehend gesichert werden. Das kommt nicht von ungefähr und sei unter anderem der Zurückhaltung bei der Regulierung und Besteuerung im internationalen Vergleich gedankt. Unternehmen haben nach wie vor Vertrauen in den Standort Zürich und möchten hier investieren und Arbeitsplätze schaffen.

«Es war immer richtig, dass wir uns für einen attraktiven Standort, gute Rahmenbedingungen und für ein ausgeglichenes Budget eingesetzt haben.»

Es war schon immer richtig, dass wir uns für einen attraktiven Standort, gute Rahmenbedingungen und für ein ausgeglichenes Budget eingesetzt haben. Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, damit unsere Arbeitsplätze auch in Krisen gesichert sind. Wer meint, eine Krise lasse sich mit staatlichen Interventionen, Steuererhöhungen und Vorschriften besser bewältigen, hat aus der Geschichte nichts gelernt und glaubt wohl, dass das Geld auf den Bäumen wächst. Die Arbeitsplätze kommen nur dann zurück und der Wohlstand ist nur dann gesichert, wenn wir weiterhin alle Weichen so stellen, dass wir zu den Top-Wirtschaftsstandorten gehören. Und ein Top-Wirtschaftsstandort ist die beste Vorsorge für kommende Herausforderungen und Krisen.

 

(Erschienen im Zürcher Freisinn Nr. 3, 4. September 2020)