Hans-Jakob Boesch
Hans-Jakob Boesch
04.02.2019

Wie wir Zürich machen

Liebe Freisinnige

Der Kanton Zürich und seine Bewohnerinnen und Bewohner liegen uns am Herzen. Deshalb setzen wir uns jeden Tag auf allen politischen Ebenen gemeinsam für Zürich ein. Kurz: Wir machen Zürich. Dabei dienen uns die von den Mitgliedern verabschiedeten Politischen Prioritäten als liberalen Kompass. Neun Aufgaben werden wir ganz besondere Aufmerksamkeit schenken, da deren Erledigung für den Kanton Zürich von besonderer Relevanz sein wird:

Wir machen Wirtschaft.
Für mehr Innovation, tiefere Steuern und weniger Regulierungen

Wir müssen die Rahmenbedingungen für unsere Unternehmen ständig verbessern, so dass diese im Wettbewerb bestehen können und am Platz Zürich Arbeitsplätze schaffen und investieren. Aus diesem Grund kämpfen wir für tiefere Steuern, weniger Regulierung und vor allem für die Umsetzung der Steuervorlage 17 im Kanton Zürich. Für einen erfolgreichen Forschungsplatz Zürich treiben wir weiterhin die Realisierung des Innovationspark in Dübendorf voran.

Wir machen Wohlstand.
Für mehr persönliche Freiheit und einen schlanken Staat

Die FDP setzt sich für die persönliche Freiheit der Zürcherinnen und Zürchern ein. Neuen Verboten stehen wir deshalb kritisch gegenüber und die Vorschriften- und Regulierungswut bekämpfen wir konsequent. Für uns steht die Selbstverantwortung im Vordergrund. Auch die Steuer- und Abgabelast für private Haushalte muss gesenkt werden, was nur mit strikter Budgetdisziplin und einem ausgeglichenen kantonalen Finanzhaushalt möglich ist. Die Fraktion setzt sich jedes Jahr in der Budgetdebatte für diese Anliegen ein, durchaus mit Erfolg.

Wir machen Fachkräfte.
Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken müssen Anreize für höhere Beschäftigungsquoten bei Frauen und älteren Arbeitnehmenden geschaffen werden. Darum setzen wir uns dafür ein, dass Betriebsvorschriften für Krippen abgebaut werden sowie steuerliche Abzugsmöglichkeiten der Drittbetreuungskosten von Kindern eingeführt werden. Die FDP hat sich zudem für die Einführung von Tagesschulen im ganzen Kanton eingesetzt.

Wir machen Start-ups.
Für praxisnahe Bildung, Digitalisierung und mehr Forschung

Start-ups sind die Arbeitsplätze von Morgen und stärken die Innovationskraft des Standorts Zürich. Dafür braucht es praxisorientierte Bildung, zum Beispiel durch praxisbezogene Fachhochschulen in Verbindung mit den Berufslehren. Zusätzlich wollen wir weiterhin attraktive Rahmenbedingungen für die internationale Spitzenforschung an Uni und ETH schaffen. Die Digitalisierung sehen wir nicht als Bedrohung, sondern als Chance für alle.

Wir machen Schule.
Für ein starkes duales Bildungssystem

Das duale Bildungssystem ist ein Erfolgsmodell. Das wollen wir auch in Zukunft erhalten und stärken. Die Berufsmatura zusammen mit der Berufslehre ist dabei als echte Alternative zur gymnasialen Matura zu positioniert und die Maturitätsquote soll nicht weiter steigen. Wir fordern zudem, dass die Fachhochschulen sich auf die angewandte Forschung und die universitären Einrichtungen sich auf Grundlagenforschung fokussieren.

Wir machen Verkehr.
Für eine intelligente Verknüpfung von Strasse und Schiene

Die verschiedenen Verkehrsmittel müssen untereinander abgestimmt und koordiniert werden. Bestehende Strassen und Schienen sollen dank neuer Technologien besser genutzte und dort wo Engpässe bestehen, müssen diese behoben werden. Der Flughafen Zürich als internationaler Hub ist für den Wirtschaftsstandort Zürich von grosser Bedeutung. Darum müssen wir dessen Leistungsfähigkeit auch in Zukunft sichern.

Wir machen Wohnen.
Für verdichtetes Bauen und den Erhalt von Grünflächen

Damit trotz Bevölkerungswachstum alle eine bezahlbare Wohnung finden, müssen wir mehr und schneller Wohnungen bauen. Speziell in den Städten muss der private Wohnungsbau gefördert werden und nicht noch mehr durch Regulierungen und Bürokratie erschwert werden. Dichter Bauen heisst aber nicht weniger Wohn- und Lebensqualität – im Gegenteil. Aus diesem Grund sind Grünflächen zu erhalten und aufzuwerten.

Wir machen Gesundheit.
Für tiefere Kosten durch mehr ambulante Behandlungen

Ambulante Behandlungen sind billiger als stationäre, weshalb unser Regierungsrat Thomas Heiniger ambulante Behandlungen konsequent gefördert hat. Diese Strategie werden wir weiterverfolgen. Gleichzeitig sollen die Patientinnen und Patienten mehr Selbstverantwortung übernehmen und bewusster Gesundheitsleistungen konsumieren. Zusätzlich setzten wir uns dafür ein, dass die Effizienz der ganzen Versorgungskette gesteigert wird, zum Beispiel durch Vermeidung von Doppelspurigkeiten und die konsequente Umsetzung der Strategie eHealth Schweiz im Kanton Zürich.

Wir machen Biodiversität.
Für den Erhalt von ökologisch wertvollen Lebensräumen

Damit wertvolle Landschaften und Flächen mit hoher Biodiversität erhalten werden können, muss innerhalb der Bauzonen dichter und höher gebaut werden können. Zusätzliche Grünflächen, Gewässer und Lebensräume sind im Kanton zu schützen bzw. ökologisch aufzuwerten. Im Zuge der Budgetdebatte hat die Fraktion deshalb einer Erhöhung der Mittel für Biodiversität und Renaturierung zugestimmt.

Uns ist nicht egal, wie sich der Kanton Zürich entwickelt und wie die Bürgerinnen und Bürger in Zukunft hier leben können. Deshalb packen wir an, mit klaren Zielen. Damit wir diese auch erreichen können, ist es wichtig, dass wir am 24. März so viele Stimmen wie möglich erhalten. Helfen auch Sie mit, Stimmberechtigte in Ihrem Umfeld – sei es bei der Arbeit, in der Familie oder im Freundeskreis – für die Wahl der Liste 3 zu mobilisieren. Besten Dank.

Liberale Grüsse

Hans-Jakob Boesch

 

(Erschienen im Zürcher Freisinn 1/2019)