Hans-Jakob Boesch
Hans-Jakob Boesch
10.11.2018

Wir machen Wohnen. Für verdichtetes Bauen und den Erhalt von Grünflächen

Auf Bundeseben steht unter anderem die Zersiedlungsinitiative zur Abstimmung – eine Vorlage, die sehr schön aufzeigt, wie sich die liberale Wohn- und Raumpolitik vom rot-grünen Pendant unterscheidet:

Rot-Grün prangert stetig die – angeblich – hohen Wohnungsmieten und den Kulturlandverlust an, verhindert gleichzeitig aber mit voller Absicht, dass in den Zentren mehr und dichter gebaut werden kann. Das führt unweigerlich dazu, dass die Mieten steigen und vermehrt auf der grünen Wiese gebaut wird – die hohe Leerwohnungsziffer in den periphereren Gebieten sind Ausdruck davon. Mit Initiativen wie der Zersiedlungsinitiative wollen sie dann diese fehlgeleitete Politik mit der Brechstange korrigieren. Wir Freisinnige setzen uns stattdessen dafür ein, dass dort, wo gemäss kantonalem Richtplan Wohnungen gebaut werden sollen, auch tatsächlich gebaut wird: In den Zentren muss dichteres Bauen zugelassen werden, die Bauprozesse beschleunigt und von zu hohen Auflagen befreit werden sowie zusätzliche Grünräume geschaffen werden. So schaffen wir es trotz Bevölkerungswachstum, unsere traumhafte Natur und Erholungsräume zu schützen und die Mieten für alle bezahlbar zu halten. – So macht man Zürich.

 

(Auszug aus dem Zürcher Freisinn vom November 2018)